Motel - Schild

Wenn die Bettwanze zum blinden Passagier wird

Sie sind winzig klein, sie sind sehr schnell und sie haben ständig Appetit auf frisches Blut – gestatten, Cimex lectularius oder auch gemeine Bettwanze genannt. Die rotbraunen Tierchen, die auch den Beinamen Teppichflunder tragen, verreisen gerne und am liebsten im Reisegepäck von ahnungslosen Touristen, die die Ferien in den USA oder in Frankreich verbringen. Auch wenn Bettwanzen weder hüpfen noch fliegen können, so schaffen sie es doch, immer wieder in Koffer und Reisetasche zu krabbeln und ungesehen, praktisch als blinde Passagiere mit nach Deutschland zu fliegen.

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By Steven Lewis

Wanzen fühlen sich überall wohl

Wer die Ferien in New York oder auch in Paris verbringt, der wird beim Thema Wanzen in den Betten wahrscheinlich ungläubig den Kopf schütteln, denn schließlich wurde ein Zimmer in einem luxuriösen Hotel gebucht. Aber auch wer in einem fünf Sterne Hotel wie zum Beispiel dem legendären Waldorf Astoria verbringt, kann sich nicht entspannt zurücklehnen, denn auch die Luxusunterkünfte mussten schon den Kammerjäger kommen lassen, der sich auf die Jagd nach den kleinen Parasiten gemacht hat.

Die Hotels haben keine Schuld am Wanzenbefall, denn selbst wenn mit der Hygiene alles in Ordnung ist, dann können die kleinen gemeinen Wanzen in den Betten auftauchen. Wer in einem Hotel oder auch in einem Hostel oder in einer Jugendherberge wohnt, der sollte es vermeiden, den Koffer aufs Bett oder auf den Teppichboden zu stellen, denn dann haben die Wanzen leichtes Spiel und gehen mit auf Reisen bis in die heimischen Betten.

Bettwanzen sind hartnäckig

Wenn die Bettwanzen eine für sich perfekte Unterkunft gefunden haben, dann machen sie sich ans Werk. Sie passen in die kleinsten Ritzen und wenn der Morgen graut, dann schlagen sie zu und saugen allen Warmblütern das Blut aus. Die Bisse, die sie dabei hinterlassen, jucken unangenehm und sie zieren die Haut mit roten Quaddeln. Wenn sie sich satt gegessen haben, dann ist erst einmal Ruhe, denn ausgewachsene Bettwanzen brauchen nur alle drei bis sieben Tage wieder eine Blutmahlzeit.

Die Wanzen in den Betten sind nicht nur lästig, sie sind auch sehr hartnäckig und wenn sie einmal ein schönes Plätzchen gefunden haben, dann kann man sie kaum überreden, wieder zu gehen. Wenn es sein muss, dann überleben die Parasiten auch mal ein Jahr ohne Nahrung und selbst wenn man die Matratze bei 32° Minus kühlen würde, dann macht das den Wanzen nichts aus. Aber auch gegen Hitze sind sie gefeit und fühlen sich selbst bei 45° Grad noch sehr wohl.

Kohlendioxid lässt das Ungeziefer auffliegen

Wer sicher sein möchte, dass keine Wanzen mit auf Reisen gegangen sind, der muss einfach nur kräftig pusten, denn wenn die Parasiten aus dem Koffer eines nicht leiden können, dann ist es Kohlendioxid, das bekanntlich in der Atemluft vorkommt. Wenn gepustet wird, dann laufen die Bettwanzen in Panik davon und werden nicht mehr gesehen. Sollten sich aber auf dem Bett kleine Punkte zeigen, die krabbeln, dann könnten das Bettwanzen sein, und wer sie loswerden will, der muss wohl oder übel die Bettstatt wechseln oder einen Kammerjäger kommen lassen.

Parasiten wie Bettwanzen wird es leider immer geben, aber wer einige einfache Tipps beherzigt, der kann ins Ausland fahren und ohne unliebsame Gäste im Gepäck wieder nach Hause kommen.

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